Heilung durch das Abendmahl

„Ich bin das Brot des Lebens“, sagt Jesus. Im Angesicht unserer Feinde deckt uns Gott den Tisch.

Stichworte: die Frucht des Heiligen Geistes – „hier ist Fleisch“ – übernatürliche Speise – der neue Bund – so viel, wie zwischen drei Finger paßt – Jesus erkennen, Jesus aufnehmen, Jesus in sich haben – der Leib Jesu – sich nichts mehr vorstellen können – Jesus verteilt sich selbst

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Predigt herunterladen: 2020-08-02 Heilung durch das Abendmahl

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(Es gilt das gesprochene Wort.)

Preis dem Herrn! Ich heiße euch alle ganz herzlich willkommen im Hause Gottes. Ich freue mich, dass wir immer wieder Gottesdienst halten dürfen und können. Viermal in der Woche predige ich und bin erfüllt von der Herrlichkeit Gottes in mir. Ich fühle mich jedes Mal neu inspiriert vom Wort des Herrn. Heute werde ich über Heilung und Abendmahl sprechen. Ich möchte beten und diesen Tag in Gottes Hände legen. Gebet: Heiland, ich möchte Dir diesen Tag anbefehlen. Wenn ich über ein solches Thema wie Heilung und Abendmahl predige, Herr Jesus, möchtest Du mir die Gnade verleihen, dass ich Dein Wort verkündige und sage, was Du gelehrt hast. Die Menschen sollen nicht nur die Wahrheit hören, sondern auch geheilt werden. Wo auch immer die Menschen diese Botschaft über Internet hören, gib, dass Dein Heiliger Geist Menschen überzeugt, begegnet und in die Gegenwart Gottes bringt. Ich segne alle, die irgendwo im Gottesdienst sind. Herr Jesus, begegne Deinem Volk und Deinen Kindern. Amen. Preis Gott!

Der Herr will heile Menschen! Die Bibel spricht von der Frucht des Heiligen Geistes. Es steht geschrieben: Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz (Gal 5,22f.). Das sind alles positive Tugenden! Selbstbeherrschung wird als eine Tugend hervorgehoben. Ein Mensch, der gesund und stark ist, kann sich selbst beherrschen. Er ist voller Liebe, Freude und Frieden. Er lebt im Frieden des Herrn. Für mich ist das eine positive Liste, die noch erweitert werden könnte. Es gibt so viele Benennungen, was die Frucht des Geistes ist. Die Frucht des Geistes ist, dass wir gesund sind. Eine Tugend ist, dass es mir wohlergeht. Es steht geschrieben: Mein Lieber, ich wünsche, dass es dir in allen Stücken gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht (3 Joh 1,2). Dir soll es so gehen, wie es deiner Seele geht! Ein Mensch, der diese Eigenschaften hat, sieht glücklich aus. Diese Person ist erfolgreich und gesegnet.

Heilung und Abendmahl: Es steht geschrieben: Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen (1 Kor 11,30). Das ereignet sich, weil sie den Leib des Herrn nicht unterscheiden können! Sie wissen nicht, was für ein Geheimnis, was für ein Potential darin verborgen ist! Als ich einen Heilungsgottesdienst in Heilbronn abhielt, erlebte ich zum ersten Mal die Kraft des Abendmahles. Wir sprachen stundenlang mit einem besessenen Menschen, der sich auf dem Boden wälzte. Der Dämon sprach: „Ich fahre nicht aus!“ und wiederholte diesen Satz immerzu. Ich kämpfte und betete mit ihm und der Dämon fuhr nicht aus. Ich fragte: „Warum fährst du nicht aus?“, und er erwiderte: „Hier ist Fleisch!“ Ich dachte: „Das gibt es doch wohl nicht! Wir sind weder eine Metzgerei noch ein Wurstverkauf!“ Plötzlich entdeckte ich auf dem Boden einen Krümel vom Matzen, der beim Abendmahl verwendet wurde. Ich hob diesen Matzen auf, legte ihn dieser Person auf die Stirn und der Dämon fuhr aus! Satan weiß über das Abendmahl viel mehr als die meisten Christen!

Das Abendmahl ist eine göttliche Speise; eine Einrichtung Jesu. Jesus befahl die Taufe und das Abendmahl; diese beiden Sakramente. Jesus setzte die Taufe ein. Die Taufe passiert nur einmal, doch das Abendmahl findet öfter statt. Es ist zunächst einmal ein Gedächtnismahl. Wir denken daran, was Jesus alles tat. Er vollbrachte alles und erlöste uns! Es steht geschrieben: Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten (Joh 6,35). Nach der Brotvermehrung sprach Jesus diese Worte aus, sowie: „Eure Vorfahren aßen göttliche Speise, das Manna in der Wüste.“ Das Brot, welches wir für das Abendmahl verwenden, ist dem Manna gleich! Die meisten Leute wissen nicht, was Engelsbrot, die übernatürliche Speise, ist. So wie es natürliche Kost gibt, gibt es übernatürliche. Beides gehört dazu! Die himmlische Kost ist unvergänglich! Deshalb spricht Jesus: „Ich bin das Brot des Lebens!“ „Ich!“, spricht Jesus Christus! Gott wirkt weiter in Jesus Christus durch das Abendmahl!

Ich erfuhr und erlebte schon sehr viele Wunder beim Abendmahl; Menschen, die das buchstäblich nahmen. Sie kamen als Gläubige zum Abendmahl. Für diese ist es mehr als eine fromm-religiöse Handlung. Die Protestanten wissen nicht, was Abendmahl ist. Die Katholiken knien sich hin und bekreuzigen sich. Das Tabernakel wird heiliggesprochen, weil der Leib Jesu darin enthalten ist! Es ist Brot, aber geheiligtes, im Glauben aufgenommenes und verzehrtes! Ich möchte betonen: ‚Das Brot des Lebens‘ essen wir! Jesus Christus ist beim Abendmahl leibhaftig anwesend! Er spricht: „Mir verlangt danach, mit euch das Abendmahl zu halten!“ Es steht geschrieben: Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat (Joh 6,28f.). „Ich bin das Brot des Lebens!“ Zuhörer erkundigten sich über das Manna und Jesus informierte sie, wie geschrieben steht, siehe hier: Da sprachen sie zu ihm: Was tust du für ein Zeichen, auf dass wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? Unsre Väter haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: »Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.« (Joh 6,30f.).

Brot: Denke, was du willst von mir, z.B. dass ich mystisch bin. Nein! Ich glaube felsenfest daran: Abendmahlkost ist ‚Brot vom Himmel‘ – himmlische Kost bzw. göttliche Speise – das Jesus uns mitteilt. Er teilt sich uns selber mit! Es steht geschrieben: Und er nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis (Lk 22,19). Nicht nur die Gemeinde ist hier als ‚Leib‘ dabei, sondern Sein Leib, weil es buchstäblich so ist! Ich fahre fort. Es steht geschrieben: Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben (Joh 6,32f.). „Ich, Jesus Christus“, so ruft Er aus, „gebe der Welt das Leben!“ Ist jemand krank, so möge er bedacht zum Tisch des Herrn wandeln. Jeder prüfe sich selbst! Er möge sich die Frage stellen: „Wie soll ich den Herrn aufnehmen? Wie soll ich Ihn empfangen? Wie soll ich Dich aufnehmen, Jesus?“ Ich fahre zum wiederholten Male fort: Es steht geschrieben: Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot. Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (Joh 6,34f.). Aufgrund dieser Frage hat Jesus das Abendmahl installiert.

Durch das Abendmahl erhältst du ‚Brot vom Himmel‘! Verstehe, wenn du es verstehen kannst! Es steht geschrieben: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen (Joh 3,3). Erst nachdem du die Wiedergeburt erfahren hast, verstehst du, was die göttliche Speise ist. Es ist Manna! Engelspeise! Natürlich ist es Mehl und Wasser. Wir verwenden Matzen. Doch Brot bleibt Brot. Symbolisch: Zerbrochenheit! Der Wein ist gepresst! Jesus gab sich selbst hin! Er opferte sich auf!

Abendmahl und Heilung lautet mein heutiges Thema: Weil die Israeliten das Abendmahl aßen, war während der vierzig Jahre weder ein Kranker noch ein Gebrechlicher unter ihnen, wie geschrieben steht, siehe hier: Er führte sie heraus mit Silber und Gold; es war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen (Ps 105,37). Wenn du würdig zum ‚Tisch des Herrn‘ gehst, wirst du nicht krank! In aller Liebe! Denke was du willst! Es ist Gnade, wenn du solches zu fassen vermagst, dir der Heilige Geist den Verstand sprengt und du zu dieser Erkenntnis gelangst!

Das Abendmahl ist eine Gabe Gottes! Du bist eingeladen zum ‚Tisch des Herrn‘! Das ist nicht etwa ein privater Schmaus, sondern, der Herr deckt im Angesicht unserer Feinde den Tisch! Du verspeist ‚das Brot des Lebens‘! Manna! Die Israeliten gaben es auf. Sie sagten, dass es immer ein und dasselbe Manna wäre und übertrieben sei, aber Gott will uns mit übernatürlicher Speise verköstigen! Engelspeise! So wie dadurch, dass wir natürliche Speise zu uns nehmen, unser Leib gestärkt wird, gibt es geistliche Speise für Kopf, Herz und Seele. Das ist Abendmahl! Jemand, der nicht wiedergeboren ist, wird das nicht verstehen. Es wird ihm lächerlich sein. Er wird sagen: „Was? Dieser Krümel soll mir helfen?“

Als ich einmal in Israel war, fragte ich einen Rabbiner, wie viel Fleisch man beim Passahmahl zu sich nehmen sollte. Er erwiderte: „So viel, wie zwischen drei Finger passt.“ Das ist nicht mehr als ein Krümel. Damit hast du das Passahmahl verzehrt. Es ist nicht nötig das ganze Lamm zu verzehren! Das Brot, welches wir hier brechen, ist auch nicht viel mehr. Jemand, der die Wiedergeburt nicht erfuhr, wird das Abendmahl nicht verstehen! Es wird bei ihm nichts bewirken. Er glaubt nicht daran. Es ist wie bei einem Medikament. Wenn du ein Medikament einnimmst, ohne daran zu glauben, passiert nichts. Es ist ungefähr so, als ob du ein Bonbon gelutscht hättest. Nach deinem Glauben wird es geschehen! Auch das Abendmahl ist ein Akt des Glaubens! Glaube daran, dass es wirklich Sein Leib ist und dass es wirklich Sein Blut ist!

Von der Elbe, Prag, Ostböhmen, herkommend, hielt ich mich in einem Kloster in Tschechien, Kuks, auf. Dieses alte Kloster aus dem 15./16.Jhd. faszinierte mich! Es ist ein Wallfahrtsort. Es geht um Medizin, Apotheke u.v.m. Während man die Treppe hinaufgeht, wird man gewahr, dass sich hinter jeder Stufe ein Denkmal befindet: „Heilung durch Musik“, „Heilung durch Stille“, „Heilung durch Arbeit“, „Heilung durch Sprechen“, „Heilung durch Kunst“ u.a. Dieses Kloster inspirierte mich sehr! Menschen werden geheilt z.B. durch Musik oder durch Familie! Auf einer Freske sah man, wie sich die Familie an den Händen hielt! Eine Familie kann Hölle oder Segensstätte sein, je nachdem, was der Mensch daraus macht. „Heilung durch Zuhören“, „Heilung durch Beichte“; das war katholisch. Oder „Heilung durch Ernährung“, „Heilung durch Fasten“, „Heilung durch Verzicht“. Als ich oben angelangt war, hatte ich im Geist eine komplette Predigt darüber verfasst, wie man Heilung erfährt! In der Halle befanden sich noch andere Denkmäler sowie weitere Stufen, wie beispielsweise „Heilung durch andere Menschen“. Menschen heilen Menschen!

„Heilung durch das Abendmahl“ fand ich dort nicht vor, stattdessen jedoch „Heilung durch Beichte“. Viele haben keine Ahnung, was Abendmahl wirklich ist! Wir haben einen lebendigen Heiland! Er opferte sich selbst auf! Er sprach zu Seinen Jüngern: „Das ist mein Leib!“ Es ist Nahrung für den Menschen. Nahrung für unsere Gesundheit! Es steht geschrieben: Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm (Joh 6,56). Jesus sprach: „Wer mein Brot, mein Fleisch, nicht isst, hat keinen Teil an mir!“ Jesus verkündigt ganz resolut: „Wer das nicht tut, hat keinen Teil an mir!“ Denke darüber nach! Das Abendmahl ist Nahrung für den Geist! Ich stehe hier und nehme es auf in meinem Herzen, in meinem Geist, in meiner Seele, in meinem Gemüt. Ich spüre in meinen Fingern: „Das ist der Herr!“ So klein, so gering, so einfach! Ein Krümel, nur ein Korn nehme ich zu mir!

Nahrung für meine Seele: Nahrung ist wichtig zum Überleben! Viele sind geistlich verkümmert, weil sie sich von falscher Kost ernähren, die ihr Immunsystem nicht stärkt. Die Seele verkümmert. Sie vegetieren kraftlos dahin. Als sich der Heilungsevangelist Billy Smith aus Texas einstmals am Abendmahl beteiligte, nahm er den Matzen und sprach: „Betrachte ihn! Da drinnen ist der Herr!“ Das begeisterte mich! Wir sollen bewusst das Abendmahl zu uns nehmen! Billy war derselben Meinung wie ich. Wir nehmen Jesus auf! Betrachte Jesus! Du musst nicht katholisch werden. Die Protestanten verstehen das nicht. Sie tun mir leid. Es ist ein Sich-selbst-Prüfen: „Bin ich wirklich würdig? Darf ich es empfangen? Wie, Herr, soll ich Dich empfangen?“ (Siehe 1 Kor 11,27-29)

Jesus gab während der Brotvermehrung den Menschen zu essen. Tausende wurden satt! Gebt ihr ihnen zu essen! (Vgl. Joh 6,1-13) Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht (Mt 4,4b). D.h., der Mensch lebt von dem, was Er sagte und befahl!

Abendmahl ist eine Einsetzung Jesu und keine Erfindung der Kirche, einer Gruppe oder der Apostel! Die Juden feierten das Passahmahl. Doch Passahmahl ist nicht gleich Abendmahl! Das müssen wir verstehen und begreifen! Jesus speiste das letzte Mal mit Seinen Jüngern zusammen. „Mir verlangt darnach!“ „Wo ist der Raum, den du vorbereitet hast?“, sprach Er zu dem Wasserträger. (Siehe Lk 22,10-12) Der Heilige Geist muss uns zu dem für das Abendmahl vorbereiteten Raum führen; zum Passahmahl. Jesus sprach, wie geschrieben steht, siehe hier: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis (Lk 22,19b).

Manchmal hielt ich dreimal am Tag, während ich Geschwister besuchte, das Abendmahl ab. Zudem während mehrerer Gottesdienste an einem Tag! Das ist keine Sünde! Es steht geschrieben: Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen (Apg 2,46). In Stuttgart nahm eine kranke Person am Abendmahl teil. Beinahe täglich besuchte ich sie, um mit ihr das Abendmahl abzuhalten. Und der Herr richtete sie wieder auf! Alles muss im Glauben empfangen werden! Geistliche Dinge müssen geistlich verstanden und geistlich gerichtet werden! „Das ist mein Leib!“, spricht der Herr! „Ich bin das Brot des Lebens!“ (Siehe Joh 6,35a) Das gebrochene Brot sowie der Kelch sind Bestandteile des Herrn! Das ließ Er uns zurück! Sinne darüber nach! Wenn du zum Abendmahl gehst, sei bedacht! „O Jesus, ich nehme Dich jetzt auf, ich liebe Dich! Das ist meine Stunde! Ich darf Dir in diesem Augenblick begegnen!“

Er opferte sich selbst bevor Er gekreuzigt wurde, bevor er verspottet, verhöhnt, verteufelt und gerichtet wurde und bevor Ihm eine Dornenkrone aufgesetzt wurde, bevor man Ihn schlug und verletzte. Er verteilte Seinen Leib zuvor Seinen Jüngern! Er gab uns Seinen Leib, Sein Leben, Seine Kraft, Seine Persönlichkeit! Mit diesem Matzen nimmst du die ganze Herrlichkeit des Himmels zu dir! Fasse es, wenn du es zu fassen vermagst! Der Heilige Geist möge dir helfen, dass du verstehst, was da vor sich geht in der geistigen Welt! Jesus gab alles, was Er besaß, Seinen Jüngern! Er zehrte sich am Kreuz für uns auf! Er opferte sich total! Jesus, das Opferlamm! Er hielt nichts zurück! Er sprach: „Dies ist mein Leib!“ Lass es zergehen! Höre gut zu! Er verzichtete für uns und sprach: „Nehmt mich hin!“

Es steht geschrieben: Darum spricht er, wenn er in die Welt kommt: »Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe, ich komme – im Buch steht von mir geschrieben -, dass ich tue, Gott, deinen Willen.« (Hebr 10,5-7). „Siehe, ich komme, um den Willen Gottes zu erfüllen!“ Wenn wir zum Abendmahl gehen, ihr Lieben, dann erfüllen wir den Willen des Herrn! Weil das der Wille Gottes ist: die Taufe, einmalig, ist ein Bund mit Gott gleichwie das Abendmahl! Der Neue Bund wurde hier besiegelt! Was mit der Taufe begann, wird hier vollendet. Der Neue Bund! Das Neue Testament!

Wenn wir zum Abendmahl gehen, tun wir das zum Gedächtnis. Während des Mahls sinnen wir darüber nach. „Mehr noch, Jesus! Ich möchte Dich ganz verzehren! Ich liebe Dich!“ Das Brot wird gebrochen! Wir denken hier an die Leiden Jesu! Wenn wir das Brot gebrochen haben, ist Er für uns zerteilt! Jeder erhält etwas von Jesus. Wir haben nicht alles von Ihm, sonder alle haben einen Teil. Während wir das Abendmahl zu uns nehmen, sinnen wir über Jesus und Seine Leiden nach: „Was ist alles geschehen? Er war so liebevoll und verschenkte sich selbst, bevor Er gekreuzigt wurde! Bevor Er die Hinrichtung erfuhr!“

Seele wie Geist benötigen Nahrung. Das ist dieses Mahl, das himmlische Mahl, dieses göttliche Manna! Bei den meisten Leuten ist das alles nebensächlich. Deswegen sind so viele Christen unterernährt. Das geschieht, weil sie den Leib des Herrn nicht erkennen! Es steht, wie vormals erwähnt, geschrieben: Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen (1 Kor 11,30). Sie verzehren Jesus nicht restlos!

Wir müssen unsere Gedanken täglich erneuern! Das passiert während des Abendmahls. Wir gedenken an Jesu Leiden. Wir müssen unsere Beziehung zum Herrn täglich überdenken und prüfen! „Ist Er wirklich mein Heiland?“ Wir müssen täglich unseren Glauben erneuern! Unsere Gedanken müssen täglich mit Gottes Gedanken gespeist werden! „O Herr, ich nehme ‚das Brot des Lebens‘!“ Der Matzen passt zwischen drei Finger! Das genügt schon! Eine Kostprobe ist genug! Wir müssen täglich das Leben Gottes in uns aufnehmen und aufsaugen. Jesus muss täglich ‚das Brot des Lebens‘ sein! Wir sollen täglich Seinen Namen anrufen und täglich Seinen Namen proklamieren! Wir sollen Ihn täglich suchen sowie täglich in Seinem Namen handeln! Das machen wir: Wir feiern das Abendmahl im Namen des Herrn; im Namen des Herrn Jesus Christus! Täglich betrachten wir das Leben Jesu: „Das tat Er für mich! Und was tue ich für Ihn?“ Täglich sollten wir dem Beispiel Jesu folgen, denn nach dem Abendmahl gab Jesus noch einige Beispiele: Er wusch jemandem die Füße. Judas war nicht mehr anwesend! Das Abendmahl ist nichts für ‚Judas‘! Er spricht es den Kindern Gottes zu! Inzwischen fand der Verrat durch Judas statt! In der Bibel lesen wir: „In der Nacht, da Er verraten ward.“ (Vgl. 1 Kor 11,23b) Das fand durch Judas statt! In dieser Nacht brach Jesus das Brot! Judas hatte bereits seine Arbeit getan. Der Teufel legt vor! Er verriet den Herrn Jesus! Wir sollen täglich Seiner Worte gedenken, uns täglich daran erinnern, was Er zu uns sprach, wie geschrieben steht, siehe hier: Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe (Joh 13,15). Wir sollen einander die Füße waschen, und nicht die Köpfe! Vielen verlangt danach, anderen ‚die Köpfe zu waschen‘. Nein! Jesus neigte sich hernieder und wusch Seinen Jüngern die Füße! Täglich sollen wir Gottes Macht in Anspruch nehmen, wie folgt: „Ich nehme diesen Matzen und verzehre ihn! ‚Ich verzehre Jesus‘! Täglich ’nehme ich das Leben Jesu ein‘! Die von mir aufgenommene Speise gelangt in meine Blutzirkulation und in meinen Kopf!“

Die Emmausjünger zogen entmutigt, traurig, niedergeschlagen und depressiv ihres Weges: „Unseren Herrgott nahmen sie uns! Wir haben keinen Heiland mehr! Sie kreuzigten Jesus!“ Es steht geschrieben: Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist? (Lk 24,18) Kurze Zeit darauf, während des Abendmahls, geschah das Wunder! Ich erwarte heute Morgen, dass ein Wunder bei dir passiert! Und während Er das Brot nahm und brach – nach der Auferstehung, nach der Kreuzigung – erinnern sich die Brüder: „Mensch, das war Jesus, der uns begleitete!“ Typisch für Jesus! Ihnen gehen die Augen auf, sodass sie erkennen: „Das ist der Herr!“ Es steht geschrieben. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen (Lk 24,31). Daraufhin liefen sie so schnell sie konnten nach Jerusalem und gaben diese Botschaft weiter. Sie riefen aus: „Uns ist der Herr begegnet!“ Sie brauchten nicht mehr den Herrn als solches! Ihnen begegnete der Herr im Abendmahl! Geschwister, manche sind blind, jammern und klagen! Sie sind depressiv, heulen und stagnieren, weil ihnen ‚die Augen gehalten‘ sind. Satan hält den Menschen die Augen zu! Die Religion ebenso! Sie erkennen Jesus nicht im Matzen! Die Dämonen wissen Bescheid! Sie rufen, wie zuoberst beschrieben: „Da ist Fleisch!“ Im Abendmahl ist Gottes Kraft zugegen! Nachdem Jesus das Brot gebrochen hatte, vielen die Klagerufe weg! Die Klagen bzw. dein Jammern, dein Elend, dein Leid, hören auf, wenn du Jesus wiedersiehst und erkennst: „Das ist mein Jesus! ‚Ich verzehrte den Herrn‘!“ Es steht geschrieben: Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind (Joh 1,12f.). „Wie muss ich Jesus aufnehmen? Soll ich sagen: Jesus, komm in mein Leben?“ Gewiss! Das sage ich! Aber das ist eine äußere Tat. Aber wenn ich den Matzen nehme, ein Stück von Jesus verzehre, dann kommt Er in mein Leben, in mein Blutkreislauf. ‚Ich habe Jesus verzehrt‘! Ihre Augen wurden aufgetan! Sie verstanden plötzlich alles! Sie waren wiederhergestellt!

Heilung ist Wiederherstellung. Deshalb mein heutiges Thema: Heilung durch das Abendmahl. Du wirst wiederhergestellt! Du schlürfst nicht mehr Richtung Emmaus wie diese beiden Jünger. „Ach, es ist so schwer! Alles ist unmöglich!“ Sie waren geheilt! Die Welt war wieder in Ordnung! Sie liefen von dannen und proklamierten laut, dass der Herr auferstand! „Jesus lebt! Jesus lebt! Jesus lebt!“ Woher wussten sie das auf einmal? Weil das Brot gebrochen wurde! Verstehe dieses Bild: Abendmahl als Gedächtnismahl. Wir sollen dankbar sein für alles, was Jesus für uns tat, bereits bevor die Kreuzigung stattfand. Du erlebst hier die Evangelien, die Botschaft des Evangeliums! Der Herr will Gutes tun und wirken in deinem Leben! Wenn du nur an Ihn denkst, den Matzen, der zwischen drei Finger passt, verzehrst, geschieht etwas Großes! Gedenke des Herrn! Die meisten sind gedankenlos. Sie nehmen den Matzen und verzehren ihn. Du solltest Seiner gedenken: „Was passiert da?“ Es steht geschrieben: Denn wer isst und trinkt und nicht bedenkt, welcher Leib es ist, der isst und trinkt sich selber zum Gericht (1 Kor 11,29). Weil sie nicht verstehen sind sie schwach und das Ende tritt hervor! Das Gegenteil passiert womöglich, weil sie den Leib des Herrn nicht unterscheiden können! Wenn du an Jesus denkst, beginnst du ungewöhnlich zu leben. Du beginnst ein anderer Mensch zu sein. „’Ich verzehrte Jesus‘! Ich nahm teil an Seinem Leid! Ich glaubte nicht nur in meinem Kopf, sondern verzehrte Ihn mit meinem Mund!“

Denn die Sünde fuhr über den Mund ein, als Adam und Eva die sündige Frucht aßen. Der Herr verbot, vom ‚Baum des Lebens‘ zu essen. Vom ‚Baum der Erkenntnis‘ aßen sie bereits. (Vgl. 1 Mose 3,22) Deshalb bekamen sie die Augen nicht mehr zu. Sie sahen jeden Fehler bzw. ‚den Balken in des Bruders Auge‘. Der Herr verbot, die Frucht vom ‚Baum des Lebens‘ zu verzehren! Der ‚Baum des Lebens‘ war Jesus und das ist die Frucht dieses Baumes! Dieses Gebot des Herrn erleben wir beim Abendmahl! Wir alle sollen davon nehmen und uns von Herzen freuen, solange, bis uns die Augen aufgehen! Plötzlich bist du ein Heiliger und Gerechter. ‚In dir ist Jesus! Du nahmst Jesus auf‘! Wie vormals erwähnt, steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht (Mt 4,4b).

Satan will, dass du Jesus vergisst, dass du nicht mehr an Ihn denkst. Er will, dass wir gequält werden, niedergeschlagen und mutlos sind. Wenn wir Jesus vergessen, keinen Kontakt mehr mit dem Herrn haben, sind wir depressiv, schwermütig und krank. Der Teufel kann uns nur quälen, wenn wir Jesus vernachlässigen. Deswegen brachen die Apostel in den Häusern hin und her täglich das Brot. Das fand in den Familien statt, denn damals gab es noch keine Gemeinde als solches. Es gab bestenfalls Hauskreise. Die Apostel verteilten in den Häusern hin und her das Brot. Sie brachen den Brotlaib: „Das ist ‚der Leib des Herrn, für dich gebrochen und hingegeben‘!“

Der himmlische Vater will, dass wir den Sohn Gottes nicht vergessen und die Erlösung genießen! ‚Lass das Wort Gottes im Munde zergehen‘! ‚Lass das Wort des himmlischen Vaters in deinem Leben zergehen‘! Wie auch immer es geschieht, dass das Wort Gottes in deinem Leben umgesetzt wird, dadurch wirst du Heilung erfahren! „Wer Jesus am Kreuze im Glauben erblickt, wird heil zu derselbigen Stund!“, singen wir in einem Chorus.

Wir sollen immer daran denken, durch wen das alles zustande kam. Wer ist der Urheber und Autor des Lebens? Wer hat das alles befohlen? Das Abendmahl ist ein Befehl Jesu Christi! Jesus sprach, wie geschrieben steht, siehe hier: Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende (Mt 28,19f.). Das ist ein Befehl, und ein weiterer folgt. Jesus spricht sehr viel über das Brot. Es werden sehr viele Worte über das Brot gemacht. Die Speisung der Fünftausend ist ein Hinweis auf das Abendmahl. Jesus sprach: Es verlangt mir darnach, liebe Geschwister, mit euch das Mahl zu feiern. Wir sind noch nicht fertig, ihr Lieben! Wir empfangen das ewige Leben, indem wir Jesus im Glauben aufnehmen. Das Abendmahl ist etwas Sichtbares, Offenbar-Gewordenes, Greifbares.

Das Abendmahl ist ein Geschenk des Herrn! Jesus sprach: „Nehmt mich hin!“ Wir wurden freigekauft von der Sünde Macht! Es steht geschrieben: Und er nahm das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis (Lk 22,19). Ob du das Abendmahl einnimmst, ist deine Sache. Das musst du selbst mit dem lieben Gott ausmachen. Wenn wir das Abendmahl halten, so nehmen wir mit der Hostie auf, was Jesus war: die ganze DNA Jesu Christi! Bevor Jesus gen Himmel fuhr, ‚verteilte Er sich‘! Beim Abendmahl wird der unsichtbare Jesus wieder sichtbar! Der unbegreifliche Jesus wird wieder begreifbar! Du rufst aus: „Das ist mein Herr!“ Denke an die Emmausjünger! Der verborgene Christus! „Bist du der Einzige, der nicht weiß, was hier in Jerusalem stattfand?“ Doch! Jesus selbst war gegenwärtig! Beim Brotbrechen gingen ihnen die Augen auf!

Das Abendmahl findet weder vor noch nach der Auferstehung statt, sondern allezeit! Sogar im Himmel feiert man das große Mahl! Während wir den Matzen verzehren, denken wir an das große Abendmahl! „Komm heim, komm heim!“ Und wenn wir heimkehren, die Heiligen sich begegnen und versammeln, findet ein großes Mahl statt. Das, was wir hier erleben, ist wie ein Schattenbild bzw. ein Vorgeschmack.

Beim Abendmahl ist Jesus gegenwärtig, wie auf dem Wege nach Emmaus! Durch das Abendmahl kehrt Jesus im Geist ein und weilt in unserer Mitte, gleich Jesus, der auf Erden wirkte, als die Jünger ausriefen: „Der Herr ist uns erschienen!“ Damit ist gemeint: nicht Petrus oder Johannes, sondern uns erscheint Er! Er ist wieder in unserer Mitte! Derselbe Jesus ist wieder da! Er tut die gleichen Wunder! Wenn wir das glauben und uns buchstäblich hineinversetzen, dass das Sein Leib ist, erleben wir dieselben Wunder wie zur Zeit Jesu! Dann tut Jesus wieder dasselbe, was Er in den Evangelien tat! Für mich sind die Evangelien auch nur Märchenbücher bzw. Gute-Nacht-Geschichten für kleine Kinder. Ich brauche einen reellen, greifbaren Jesus, den ich anzufassen vermag! „Das ist mein Herr! Derselbe Jesus, der damals diente, ist gegenwärtig und ich nehme etwas auf von Ihm!“

Jesus lebt in Seinem Wesen und in Seiner Art wieder in uns auf, wenn wir solches tun zu Seinem Gedächtnis: „Das bist Du, Herr!“ Deshalb gehe nicht leichtfertig zum Tisch des Herrn! Sage: „Herr, das ist Dein Fleisch, Dein Leib, Dein Leben!“ Werde mal katholisch für fünf Minuten! Die Katholiken haben Hochachtung vor diesem Ritual! In den protestantischen Kreisen ist das abhandengekommen! Wir sollten betend das Abendmahl in Empfang nehmen sowie im Glauben einnehmen! Jesus will uns dienen und gegenwärtig sein! Er will uns geben, was Er für uns zurückließ! Der Herr ist gegenwärtig und will sich uns erweisen, indem wir etwas Sichtbares tun!

In Stuttgart war ein Bruder in meiner Versammlung, der mehrere Gemeinden gleichzeitig besuchte. Das tat er, weil er sich nicht sicher war, welche Gemeinde entrückt werden würde. Als ich ihm begegnete, fragte ich, wo er gewesen sei, woraufhin er erwiderte: „Ich war ‚im Geist‘ da!“ So viele Leute sind bei uns ‚im Geist‘ da, aber nicht in Wirklichkeit! Ich erwiderte: „Lieber Bruder! Das nächste Mal, wenn du wieder ‚im Geist‘ bei uns bist, richte deinem Körper einen schönen Gruß aus, damit er auch ‚im Fleisch‘ da ist!“ Wenn wir das Abendmahl einnehmen, ist Jesus im Fleisch da und nicht nur im Geist! Wir brauchen keine Geisterstunde bzw. Geisterversammlung! Wir möchten Jesus im Fleisch haben, greifbar, sichtbar, fassbar; ein Stück Brot, Matzen, die Hostie oder was auch immer! „Das ist mein Leib, der für euch gebrochen wurde!“ Diese Worte sprach Jesus aus. Jesus gibt uns sich selber wieder her! Die Geschichte beginnt von neuem! Beim Abendmahl bedenken wir Folgendes: „Was hat der Herr getan! Das Lamm Gottes wurde für uns geopfert! Er, der ohne Sünde war, gab Seinen Leib für uns hin!“

Das Passahlamm: Der Würgeengel, der uns erwürgen, vom Leben abschneiden bzw. die Gesundheit rauben möchte, muss vorüberziehen! Ich sage dir das Eine: Der Teufel muss von dir weichen, wenn Jesus in dir lebt! Das geschieht nicht nur im Geist, sondern in der Wirklichkeit! Satan fürchtet sich vor dir, weil Jesus in dir ist, sobald du wirklich im Geist, im Feuer, im Heiligen Geist Jesus verzehrt hast! Der Teufel flieht vor dir! Du wirst aus der Knechtschaft Satans befreit! Wenn du krank bist, nimm den Matzen wie ein Medikament ein! Aufgrund des Mannas war vierzig Jahre lang kein Kranker und Gebrechlicher unter den Israeliten! Weil sie ‚das Brot des Himmels‘ verzehrt hatten, ereignete sich das!

Satan möchte dich vom Glauben entbinden. Abendmahl ist ein Akt des Glaubens, wie folgt: „Jesus, ich nehme Dich jetzt auf!“ Es zergeht in dir. „Tut das zu meinem Gedächtnis!“, spricht der Herr, indem ihr euch erinnert, ständig erneuert, indem ihr wieder seht und im Glauben die Gegenwart des Herrn erfasst: „Der Herr ist gegenwärtig!“ Und: „Ich habe Jesus aufgenommen!“ Kindlich! Es steht geschrieben: Und er rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen (Mt 18,2f.). Kinder nehmen es wahr! Indem wir tun, was Jesus uns befahl, beim Brotbrechen, ist der ewige, ungeteilte Christus wahr. Während wir aus dem Kelch trinken, fließt das Blut Jesu in unseren Adern. Wir erhalten eine Bluttransfusion, in aller Liebe. Unser Blut wird erneuert! Unser Leben wird erneuert, auch wenn unser Blut kaputt und krank ist! Bei den meisten Leuten ist ihr Blut geschädigt. Ich meine nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Du wirst wiederhergestellt ein Stück weit! Das Wunder geschieht, indem wir Jesus in uns aufnehmen. Er ist ein Wunder, Er bleibt ein Wunder, und dieses Wunder müssen wir in uns erleben!

Aber, wie mache ich das? Das ist alles so fern! Zweitausend Jahre! Damals war ich nicht vor Ort! Es fand bei den Juden in Palästina statt. Brot und Kelch sind nur Gestalten, sind nur Symbole. Damit ’schließt sich der Kreis‘, den Jesus uns gab. Abendmahl ist etwas für die Seele. Seelenspeise! Deine Seele wird erquickt durch den Matzen, der zwischen drei Finger passt. Deine Seele wird gestärkt und aufgebaut: „Ich habe den Herrn verzehrt!“ sowie: „Ich nahm Jesus auf!“ Ich bin so kindlich! Ich glaube an diese Zeichen! Ich bin ein Mystiker, und ein Dogmatiker natürlich auch, andererseits; ich bin beides: Mystiker und Dogmatiker! Ungefähr so: nach der Bibel, der Schrift gemäß, alles ergründen und verstehen, aber auch mal ausflippen und sich in die Welt Gottes hineinversetzen. Da geht meine Seele so richtig auf!

Die meisten Krankheiten sind psychosomatisch. Abendmahl und Heilung ist mein Thema heute Morgen. Psychosomatisch darum, weil es der Seele schlecht geht, weil sie unterernährt und verkümmert ist! Sie ruft aus: „Wo ist der Herr? Ist Er in den Wolken? Ist Er im Himmel? Wo ist Gott?“ Jesus sprach: „Ich gebe mein Leben für euch hin!“ (Vgl. Joh 10,15b) und: „Ich habe noch andere Schafe!“ (Siehe Joh 10,16) Beim Abendmahl wird die Seele gesegnet und der Leib empfängt es! „Jesus!, Jesus!, mein Jesus!, süßer Jesus!“ Wir fangen an auszuflippen! Du genießt Jesus! Das geht durch Leib, Geist, Gedächtnis, durch deine Gedanken, durch die ganze Kreatur! Das Abendmahl ist ein Gedächtnismahl. Hier werden deine Augen geöffnet und dir wird offenbar: „Das ist der Herr!“ Im Paradies sah der Mensch, dass er nackt und verloren ist und vor dem Herrn nicht zu bestehen vermag. (Siehe 1 Mose 3,10) Hier siehst du, wenn du das Mahl würdevoll einnimmst, dass du nicht nackt, jämmerlich, elend und verloren bist! Du siehst dein Leben mit ganz anderen Augen: mit den Augen des allmächtigen Gottes! Wir sind erlöst vom Fluch der Sünde! Wir haben den Heiland viel gekostet! Er hat für uns gekämpft und gelitten! Er verausgabte sich! Nimm diesen irdischen Jesus, der sich verteilt hat für Seine Jünger!

Im Garten Gethsemane sprach Er: „Bleibt und wacht!“ (Vgl. Mt 26,38b) Wir sind nur Zuschauer, nur Beobachter der Erlösung! Er opferte sich. Während des Abendmahls beobachtest du und bekennst: „Das tat der Herr für mich! Meister, was tatest Du für mich!“ Nicht der Gekreuzigte! Der Gekreuzigte ist der Verfluchte und der Verdammte, der sich opferte! An Ihm ließ Satan seine ganze Wut aus. Du erhältst beim Abendmahl einen lebendigen, liebevollen Heiland! „Das ist mein Leib! Das ist mein Leben!“ Dann trinkt der Herr Jesus den Todeskelch. Er wird der Prügelknabe für alle Menschen! Doch zuvor teilte Er sich auf. Nur Judas nahm das nicht wahr. In der Nacht, da Er verraten ward, brach Er das Brot. Draußen in der Welt ist Dunkelheit und Finsternis.

Das Abendmahl ist ein Gedächtnismahl, das „Aha“-Mahl. Der Tod Jesu wird vergegenwärtigt. Es ist ein Vergewisserungsmahl, ein Zeichen des Neuen Bundes! Die Taufe war der Anfang. Ich sagte: „Ja!“ Und durch das Abendmahl wurde alles gefestigt, zementiert und betoniert. Die Taufe war einmalig im Gegensatz zum Abendmahl, das sooft wie möglich einzunehmen ist, je nachdem, wie du Appetit und Lust hast oder wie es möglich ist. Wir halten das Abendmahl einmal im Monat ab. Manchmal hielt ich das Abendmahl jeden Sonntag ab. Es gibt bei dem Herrn Jesus kein Gesetz. Wir sind unter der Gnade!

Abendmahl ist ein Gemeinschaftsmahl! Denke darüber nach, was geschieht, wenn du zum ‚Tisch des Herrn‘ gehst. Du hast Gemeinschaft mit ‚Hinz, Kunz, Müller und Meier‘. Sie brachen das Brot! Die Gemeinde Jesu ist ein Leib! Die himmlische und irdische Gemeinde ist versammelt! Das ist sowohl die unsichtbare als auch die sichtbare Gemeinde. Ich denke an den Apostel Paulus. Auf der Überfahrt nach Rom tobte der Sturm mächtig! Es war katastrophal! Er feierte auf dem Schiff das Abendmahl. Mit 276 Seelen brach er das Brot. Hernach warfen sie den Rest über Bord, wie geschrieben steht, siehe hier: Darum ermahne ich euch, etwas zu essen; denn das dient zu eurer Rettung; es wird keinem von euch ein Haar vom Haupt fallen. Und als er das gesagt hatte, nahm er Brot, dankte Gott vor ihnen allen und brach’s und fing an zu essen. Da wurden sie alle guten Mutes und nahmen auch Nahrung zu sich. Wir waren aber alle zusammen im Schiff zweihundertsechsundsiebzig Seelen. Und nachdem sie satt geworden waren, erleichterten sie das Schiff und warfen das Getreide in das Meer (Apg 27,34-38).

Es gibt Gemeinden, in denen ich zugegen war, da wurde das Folgende gefragt: „Bist du getauft? Dann darfst du am Abendmahl teilnehmen!“ „Für Ungläubige ist das Abendmahl nicht bestimmt!“, sagten sie, oder aber: „Dieser oder jener ist kein Mitglied unserer Gemeinde!“ Das Abendmahl ist für Gläubige, ob sie ein ‚Glied am Leib Christi‘ sind oder nicht! Es ist ein Gemeinschaftsmahl! Abendmahl ist ein Freudenmahl! Es ist ‚ein Stück Himmel auf Erden‘, etwas, was im Himmel wie auf Erden bzw. in unserem Leben, in unserer Gemeinde und Familie stattfindet! Es ist Nahrung der Seele. „Und wir stärkten uns, brachen das Brot und fuhren los!“ Das Schiff kenterte, aber die Menschen wurden gerettet. (Siehe Apg 27,44)

Oftmals wurde den Sterbenden das Abendmahl zuteil. Ich verabreichte ihnen den Matzen. Das ist genug. Es ist die Vorbereitung auf das große Abendmahl, das im Himmel stattfindet. Selbst wenn diese Person das nicht versteht. Sie ist im Neuen Bund im neuen Leben. Beim Abendmahl wird die irdische Gegenwart Jesu erlebt: Sein Fleisch. Die Gegenwart Jesu ist da! Der menschliche Jesus ist plötzlich präsent in unserer Mitte; der heilende, helfende Jesus! Bist du krank? Nimm Jesus auf!, buchstäblich, kindlich, einfach, ohne es theologisch zu definieren! Paulus sprach: „Ich hab’s vom Herrn empfangen!“ (Vgl. 1 Kor 11,23a) Und was? Das Abendmahl! Du musst vom Herrn diese Inspiration empfangen: „Das ist göttlich, biblisch, fundamental für mein Leben!“

Jesus wird beim Abendmahl ganz bewusst erlebt. Sein Leben und Leiden wird aktuell und reell. Gemeinsam im Gottesdienst erleben wir die Gegenwart des Herrn. Es steht geschrieben: Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen (Mt 18,20). Doch ist Er sichtbar? Wir sind mehr als drei Personen, doch Jesus ist nicht sichtbar. Wenn das Mahl und der Kelch gereicht werden, ist dennoch die Gegenwart des Herrn da. Abendmahl gehört immer in eine Gemeinschaft; wenigstens zwei oder drei Leute sollten versammelt sein, als Ehepaar oder als Familie oder aber im Hauskreis. Manche Leute sind töricht! Sie feiern das Abendmahl allein. Das ist nicht biblisch fundiert und bewirkt nichts. Aber wenn wir in Gemeinschaft das Mahl nehmen, wird der Glaube bekannt, wie geschrieben steht, siehe hier: Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel (Mt 10,32). Das ist der Leib des Herrn für dich gebrochen, für dich hingegeben, für dich geopfert! Du empfängst es und sagst: „Danke, Jesus, dass Du ‚Dein Leben gebrochen hast‘ für mich! Danke!“

Symbolisch, bildlich und plastisch empfangen wir das Mahl. ‚Wir verzehren Jesus‘! Wir nehmen teil an Seinem Leben, an dem, was einst war. Wir verinnerlichen Jesus. Er ist plötzlich in uns und nicht mehr außerhalb von uns. Durch eine Speise, die Frucht, kam die Sünde in die Welt und durch eine Speise entweicht die Sünde aus der Welt. Verstehst du das? Durch eine Speise kam der Tod in die Welt und durch eine Speise flieht er. Mache dir das klar! Jesu Tod ist des Todes Tod!

Durch den Genuss der Gottheit Jesu kommt Leben, Heiligung und Heilung in uns! Abendmahl und Heilung lautet meine Botschaft. Die Bewusstmachung ist der Code! Ich mache mir Folgendes bewusst: „Ich nehme Jesus auf!“ Ich strecke nicht die Hand, weil ich Jesus aufnehmen will. Das tun viele, so wie eine Abstimmung für eine Partei erfolgt. Aber ‚Jesus verzehren‘, verinnerlichen und im Leben umsetzen, solches meine ich! Die meisten Menschen sind der Vorstellung beraubt worden, dass das Jesus ist. Der Teufel brachte es fertig, die Fantasie der Menschen zu rauben. Das ist besonders bei den Protestanten der Fall. Du vermagst dir nicht einmal mehr vorzustellen, dass es möglich ist wieder gesund, glücklich, gesegnet, geistlich und stark wie ein Löwe zu werden. Für die meisten Menschen ist das unvorstellbar. Aber wenn du das Manna bzw. die Himmelsspeise gegessen hast, sieht es anders aus mit dir. Denke an Elia. Er ist verzweifelt, liegt in der Höhle, will sterben und sagt zu sich selbst: „Mein Leben hat keinen Wert!“ Plötzlich bietet ihm ein Engel frisches Brot und Wasser an: „Nimm und stärke dich!“ In dieser Kraft geht Elia vierzig Tage und vierzig Nächte, solange bis er zum Berg Gottes kommt. (Siehe 1 Kön 19,7f.) Er erledigte seine Arbeit, die er tun sollte.

Den meisten Menschen ist verwehrt sich vorzustellen, dass sie Kinder Gottes sind. Warum? Der Teufel zerstörte deren Verstand und Fantasie! Es ist ihnen nicht einmal mehr möglich zu träumen. Sie halten es für schier unmöglich, ‚dass der Herr im Angesicht ihrer Feinde den Tisch deckt‘. Satan hat den Geist der Vorstellung ruiniert! Sie behaupten: „Ich vermag mir nicht vorzustellen, dass das Jesus sein soll! Das ist primitiv!“ Aber der Arzt verabreicht dir Tabletten. Du glaubst, dass die Heilung einsetzt, nachdem du sie zehn Tage eingenommen hast. Dein Glaube macht den Unterschied! Vielen ist es verwehrt sich den Himmel vorzustellen, weil sie schon ‚in der Hölle‘ sind.

Unsere Erlösung hat sehr viel mit unserer Vorstellung zu tun, ihr Lieben! Ich stelle mir vor, wie Jesus vor mir steht und ich zu Ihm sage: „Danke, Herr! Dein Leib ist in meinem Leib! Du lebst in mir! Plötzlich ist es möglich zu glauben, zu danken, etwas zu erwarten, zu hoffen. Plötzlich leuchtet es dir ein! Die Augen gingen ihnen auf, diesen Emmausjüngern! Vorher sind sie verzweifelt, verzagt und mutlos, und eine Weile später laufen sie nach Jerusalem zurück und erzählen, was ihnen kurz zuvor geschah! „Ich hab’s vom Herrn empfangen!“ Hast du schon vom Herrn empfangen, was das Abendmahl ist? Begreifst du, was es bedeutet? Es ist mehr als ein Kult oder irgendeine Zeremonie! Es ist mehr als das Passahmahl, das bei den Israeliten stattfand! Diese mussten solches immer wieder feiern! Sie bauten Laubhütten und spielten daheim, wie das Volk aus dem Sklavenhaus Ägyptens herausgeführt wurde. Viele Ägypter kamen zum Passahfest, weil sie vernahmen, was die Israeliten taten. Sie schlachteten ein Lamm und bestrichen die Türpfosten mit Blut. Das war ein symbolhaftes Zeichen für die unsichtbare Welt, damit der Würgeengel vorbeizog. So verhält es sich mit den Mitläufern, die irgendwo, bewusst oder unbewusst, teilnehmen. Sie murren zwar und wollen wieder in ihren alten Stand zurück, bei der Taufe ebenso, doch diesen Personen ist es dennoch nicht möglich, verlorenzugehen. ‚Sie sind harpuniert bzw. in Beschlag genommen‘.

Der Herr segnet Gehorsam! In Ägypten segnete er den Gehorsam der Ägypter. Sie waren gehorsam und marschierten mit. Beim Abendmahl versammelt sich das Volk vor dem Herrn. Sie trinken gemeinsam aus dem Kelch, ein Zeichen der Verbindung der Gemeinschaft: „Nehmt hin und esset! Das ist – sinnbildlich – mein Leib, der für euch in den Tod gegeben wird. Tut das zu meinem Gedächtnis!“, sprach der Herr. Das Abendmahl ist eine Demonstration vor der geistigen Welt, vor den Dämonen, vor der unreinen Welt. Die Teufel wissen mehr über geistliche Zusammenhänge als manche Bibelleser, Fromme und Mitläufer! Jesus will, dass Er sich in unserem Leben verwirklicht, dass wir eins werden mit Ihm und dass wir alle miteinander ein gemeinsames Ziel haben!

Abendmahl ist ein Sinnbild für die geistige Vereinigung mit Jesus. Ich lade dich ein: Komm zum Abendmahl!; ich meine, nicht nur zu dem ewigen himmlischen, sondern nimm jetzt hier teil, wenn wir das Mahl miteinander feiern. Wenn wir das Mahl feiern, gehen wir eine mystische Verbindung mit Jesus ein: „Mein Herr! Mein Gott! Dir gehört mein Leben! Dir gehört alles, was ich bin!“ Das Abendmahl ist das Geheimnis des Lebens. Wie wir im Natürlichen das Mittagessen verzehren, und solches das Geheimnis des Lebens ist, ist das Abendmahl eine erlaubte, gebotene, befohlene Speise vom Herrn für uns, für dich und mich. Das Abendmahl ist anders als die normale Kost. Es ist eine mystische Kost! Adam und Eva aßen die verbotene Frucht, die der Herr ihnen nicht zu verzehren gestattete. Warum? Weil Jesus noch nicht gegenwärtig war! Jetzt dürfen wir vom ‚Baum des Lebens‘ essen!

Mit der Speise kam die Sünde in die Welt und mit der Speise vergeht die Sünde. Bei den Emmausjüngern sehen wir Folgendes: Während sie das Brot brachen kam neues Leben, ein neuer Geist und neue Begeisterung in ihr Dasein. ‚Plötzlich kehrt das Paradies, der Glaube, der Himmel, Gott, Heilung in die Menschen‘ und sie laufen nach Jerusalem und proklamieren lautstark: „Der Herr ist uns erschienen!“ Jesus sprach: „Das ist mein Leib!“

Abendmahl ist noch aus der Zeit vor der Kreuzigung, also bevor Jesus verspottet und verachtet wurde. Abendmahl ist noch aus der Zeit bevor Jesus gedemütigt, besudelt und mit Dreck beworfen, angespuckt und angeekelt wurde. Das Abendmahl geschah, bevor solches alles stattfand! Auch zu Lebzeiten wartet man nicht, bis Er gestorben ist. Jesus verteilte einfach Sein Vermögen, Seinen Besitz und alles, was Er war, zu Seinen Lebzeiten. Jesus hinterließ uns Sein irdisches Vermögen vor der Kreuzigung. Er sprach, wie geschrieben steht, siehe hier: Nehmet, esset; das ist mein Leib (Mt 26,26b). Darum konnte ihm der Teufel am Kreuz nichts mehr antun! ‚Es war schon verteilt, ausgegeben‘! Er brach einen Körper, der sowieso schon geopfert und vom Teufel zerstört war! Während des Brotbrechens gab Jesus Seine Vollkommenheit Seinen Jüngern: „Nehmt, esset; das ist mein Leib.“ Wenn du wirklich würdevoll zum Tisch des Herrn gehst, wirst du plötzlich gewahr: „Ich nehme etwas Besonderes auf! Das ist etwas Einmaliges für mich!“ Für mich ist das jedenfalls so!

Beim Abendmahl empfangen wir die göttliche Seite Jesu! Wir werden Kinder des Höchsten! Wir befinden uns am ‚Tisch des Herrn‘, mitten im Dilemma, in der Katastrophe, in Leid und Elend, und sind teilhaftig der göttlichen Natur! Jesus öffnet den Emmausjüngern, die gescheitert, am Ende und hilflos sind, die Augen und sie erkennen Ihn beim Abendmahl! Als sie die göttliche Seite Jesu wiedererkennen, verfliegt die Dunkelheit! Das Elend ist vorbei! Im Brotbrechen erlebten sie den alten, guten Meister Jesus Christus! Im Brotbrechen erlebten sie die Göttlichkeit, den, der Jesus wirklich war: der Heiland, der ursprüngliche Jesus! Sie sagten: „Das war doch der Herr! Und wir erkannten Ihn nicht!“

Durch das Abendmahl erleben wir das Wirken Jesu wieder ganz neu. Wenn du krank bist, sage zu Jesus: „Du kommst in meinen Körper! Mein Körper ist ‚eine Bruchbude‘! Mein Körper ist ‚ein Krankenhaus‘! Mein Körper ist ‚ein Leichnam‘ und wenn Du, Jesus, in diesem Leichnam Wohnung hältst, findet die Erweckung statt und ich auferstehe!“

In der Heiligen Schrift haben wir eine Episode von Elisa. In Israel brach gerade der Heilige Krieg aus. Ein Soldat war verwundet und verstarb. Sein Leichnam wurde in das Grab des Elisa geworfen. Als er die Knochen des Propheten berührte, erhob sich diese Person, wie geschrieben steht, siehe hier: Und es begab sich, dass man einen Mann zu Grabe trug. Als man aber eine dieser Scharen sah, warf man den Mann in Elisas Grab. Und als er die Gebeine Elisas berührte, wurde er lebendig und trat auf seine Füße (2 Kön 13,21). Wenn du den Leib Jesu berührst, erhebst du dich! Von wegen Krebs, Leiden und Krankheiten! Der Herr reguliert dich und stellt dich wieder her, in aller Liebe! Wenn Jesus in dein Leben hineinkommt, das einer Bruchbude gleicht, lebst du auf! Sogar der stinkende Lazarus auferstand, als Jesus rief: „Lazarus, komm heraus!“ (Siehe Joh 11,43f.) Du erlebst den gleichen Jesus von anno dazumal, sprich, den lebendigen Jesus!

Beim Abendmahl bewahrte Jesus Seine Jünger vor der Not. Er sprach: „Stärkt euch! Was immer auch geschieht, bleibt in Jerusalem!“ Und sie gehorchten Ihm und blieben einmütig beieinander. Das ist ein Stück weit Vorwegnahme; vor der Wiederherstellung. Jesus brach das Brot. „Werdet teilhaftig der göttlichen Natur!“ Während du diesen Krümel in dich aufnimmst, wirst du teilhaftig der göttlichen Natur! Erkenne diese Bedeutung! Es ist mehr als nur ein Gedächtnismahl. Es ist ein Mittel der Unsterblichkeit! Plötzlich lebt der ewige, einzige, allmächtige, unveränderliche Gott in mir! Vier Wochen, bis zum nächsten Abendmahl, bis zum nächsten ‚Tisch des Herrn‘, bis wir das nächste Mahl wieder zusammen feiern!

Jesus gibt sich nicht auf, Er gibt sich hin! Seinen Jüngern damals stellte Er sich zur Verfügung bevor Er gekreuzigt wurde. Verstehe das! Durch das Abendmahl empfangen wir das innere Wesen Jesu, Sein Naturell! Jeder Jünger und Apostel wird teilhaftig der Natur Jesu durch das Abendmahl. Es wird verteilt! Jeder soll teilhaben! Es gibt keine Stiefkinder beim lieben Gott! Jesus verschenkt sich jedem Einzelnen! Du bist würdig, auch wenn die Leute sagen, dass du unwürdig bist! Gerade für die Unwürdigen, die Unwerten, kam Jesus auf die Welt! Halleluja!

Der Teufel fand nichts Göttliches mehr an Jesus, als er Ihn ans Kreuz schlug! Durch das Abendmahl gelangt Jesus in dein Dasein, in dein Gedächtnis, in deine Wirklichkeit, in dein Leben! Zum Zeitpunkt, da wir das Brot brechen, bricht Jesus das Brot! Ich möchte, dass du das verstehst! Nicht ich verteile den Matzen, sondern der Heiland! Nehmt den Leib nicht von mir, sondern ‚aus der Hand Jesu‘. „Herr, Du verabreichst mir das Brot!“ Jesus brach den Brotlaib! Jesus verteilte den Matzen den Jüngern sowie diesem und jenem.

Beim Abendmahl werden wir wieder neu mit der Herrlichkeit des Herrn gefüllt! Die Predigt und das Abendmahl sind zwei Elemente, die Gott uns gab, damit unser Glaube lebendig bleibt und nicht vergeht! Alles muss in den Kopf hinein! Das Abendmahl gelangt auf irdischem und das Wort des Herrn auf himmlischem Weg in uns! So werden wir ständig erneuert und bleiben in Verbindung mit Gott!

Es steht geschrieben: Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird (Mk 14,24). Es werden viele kommen, immer wieder! Wir müssen es nur ergreifen und erfassen! ‚Wir nehmen den gebrochenen Leib aus Jesu Händen‘ und danken. Dankt nicht mir! Du musst nicht „Danke!“ sagen. Bedanke dich beim Herrn! Tue es ganz bewusst! „Das ist mein Leib, der für dich gebrochen ist!“ Ein Mensch vermag dir das himmlische Manna nicht zu geben. Er vermag es nur als Diener weiterzureichen. Bitte Gott: „Herr, gib uns allezeit solches Brot!“ So beteten die Jünger. (Vgl. Joh 6,34) Sie nahmen es aus der Hand des Herrn, zur Zeit, da Er mit ihnen in Emmaus das Brot brach. Zum wiederholten Male, es steht geschrieben: Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen (1 Kor 11,30). ‚Der Leib des Herrn‘ wird nicht erkannt! Sie denken, dieser ist einer Brezel gleich. Sie begreifen Jesus nicht; die Tatsache, dass Er bei uns zugegen ist!

Erwarte bei diesem Abendmahl, das in den nächsten Minuten stattfindet, die Gegenwart Jesu – sowohl, dass Er vor dir steht, als auch, dass Er in dich einfährt – und die Wirkung dessen, der uns im Evangelium als ‚der Alte‘ offenbart wurde! Erlebe die Gegenwart des Herrn und, dass Er das Gleiche tut, was Er damals tat! Ob man damals Jesus berührte und daraufhin Gesundheit erfuhr oder ob du derzeit Seinen Leib berührst und Wiederherstellung erfährst ist gleich! Du bewahrst den Matzen zwischen drei Fingern auf und erwartest Genesung. Nach deinem Glauben wird es geschehen! Wenn du nichts erwartest, wird auch nichts stattfinden! Vielleicht wartest du und sinnst über Folgendes nach: „Herr, ich erwarte jetzt dieses oder jenes!“

Die Frage, welche mich heute bewegt, ist folgende: Wenn wir zum ‚Tisch des Herrn‘ gehen, was erwartest du von Jesus? Ich erwarte aufgrund des heutigen Themas Heilung! Erwarte deine göttliche Heilung höchstpersönlich! Proklamiere: „Heiland, was Du damals tun konntest, kannst Du auch heute tun! Preis Gott!“ Es steht geschrieben: Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit (Hebr 13,8). Gott nahm keine Veränderung vor! Erwarte, dass dein Haus gerettet wird! Erwarte etwas! Wenn du nichts erwartest, tust du mir leid! Erwarte Großes! Was die Leute damals erwarteten, traf ein, siehe, was die Frau mit dem Blutfluss anbelangt. Es steht geschrieben: Denn sie sagte sich: Wenn ich nur seine Kleider berühre, so werde ich gesund (Mk 5,28). Sie erwartete etwas und bekam etwas! Wenn du nichts erwartest, erhältst du nichts! Du gehst hungrig und durstig heim. Deshalb spricht Jesus: „Wer meinen Leib, mein Fleisch, verzehrt und mein Blut trinkt, hat Teil an mir!“ Halleluja!

Gebet: Jesus, Du brichst selbst heute unter uns das Brot. Du selbst teilst diesen Kelch aus. Herr, ich bin nur Dein Diener, Dein Knecht. Ich gebe weiter, was Du mir gezeigt, was Du mir offenbart hast. Ich gebe Dein Fleisch, Dein Blut, Dein Leben weiter an meine Brüder und Schwestern. Und Du bist derselbe, der Du damals warst: derselbe Heiler, derselbe Befreier, derselbe Helfer, derselbe Versorger, derselbe lebendige Heiland! Und ich möchte, dass die Personen in unserer Mitte den lebendigen Heiland wieder ganz neu erleben! Hilf, dass Dein Volk das Geheimnis des Abendmahls versteht und von dieser Speise genießt. Halleluja! Und wenn die Geschwister jetzt irgendwo ihren Kirchgang tun, in irgendeine andere Kirche gehen und das Abendmahl, die Messe, die Eucharistie feiern, möchten sie es bewusst nehmen aus der Hand Jesu Christi; nicht von Menschen, nicht von Priestern, nicht von Pastoren, Herr, aus Deiner Hand. Hilf, dass sie das verstehen! Denn unter Deinem Volk soll kein Kranker und kein Gebrechlicher sein! Und, Herr Jesus, ich möchte, dass unter meinen Zuhörern kein Kranker und kein Gebrechlicher ist, denn Du hast Dich uns offenbart! Du hast Dich uns mitgeteilt, und ich danke Dir von ganzem Herzen, Herr Jesus, dass Du jetzt gegenwärtig bist. Danke, Herr Jesus! Amen